St. NikolausRumänisch-Orthodoxe Kirchgemeinde · Zürich

Geschichte

Geschichte

Rumänisch-Orthodoxe Kirchgemeinde St. Nikolaus Zürich

Die Schweiz war und ist, wie viele andere Länder Westeuropas, für viele Rumänen eine zweite Heimat; jeder ist aus eigenen Gründen hierhergekommen, für kürzere oder längere Zeit. Die Verbundenheit dieser Landsleute mit den geistlichen und kulturellen Werten Rumäniens zeigte sich selbstverständlich auch hier und führte zur Gründung orthodoxer Kirchgemeinden, um die sie sich sammelten, um Gott in der Sprache ihrer Vorfahren zu loben.

Schon vor Jahren waren rumänische Kirchgemeinden in Genf, dann in Lausanne und in Lugano entstanden; nur die Deutschschweiz hatte noch keine. Obwohl die Rumänen in Zürich und Umgebung weniger zahlreich waren als in der Romandie, wandten sie sich auf Initiative einer kleinen Gruppe (Aurel Buda, Mihaela Keller-Iezan, Mihai-Sorin Stupariu und Mihai-Leonard Bercea) an Metropolit Iosif (Pop), das Oberhaupt der Rumänisch-Orthodoxen Metropolie für West- und Südeuropa, und baten ihn, die Gründung einer Kirchgemeinde auch in dieser Schweizer Stadt zu genehmigen und zu segnen. Von Anfang an wurde dieses Vorhaben von Priester Romică-Nicolae Enoiu begleitet und unterstützt, der damals in Fribourg studierte. Die rasche und wohlwollende Antwort von Metropolit Iosif bewog die Initianten, in kurzer Zeit möglichst viele Rumänen der Region anzusprechen und den ersten Gottesdienst vorzubereiten.

Durch Gottes Fügung, etwa sechs Wochen nach dem ersten Gedanken an eine Gründung, am 20. Dezember 2001 († hl. Ignatius Theophoros), feierte Priester Romică Enoiu in Anwesenheit von Bischof Siluan, Vikarbischof der Metropolie, den ersten Gottesdienst in Zürich, gefolgt von Weihnachtsliedern, in der serbisch-orthodoxen Kapelle der hl. Paraskeva an der Zollikerstrasse 74. Bis Ende Februar 2002 wurden die Gottesdienste in dieser Kapelle gefeiert, während ein fester Ort für die Liturgie gesucht wurde. Seit März 2002 sind wir in der Krypta der katholischen Pfarrei St. Katharina in Zürich (Wehntalerstrasse 451) zu Hause; wir haben sie mit den nötigen liturgischen Gegenständen ausgestattet und feiern dort regelmässig die Gottesdienste nach einem angekündigten Plan.

Mit dem Beschluss Nr. 51 vom 1. Februar 2002 anerkannte Metropolit Iosif die Gründung der Rumänisch-Orthodoxen Kirchgemeinde St. Nikolaus in Zürich offiziell, «angesichts der pastoralen und missionarischen Bedürfnisse in Zürich und Umgebung», und ernannte Priester Romică Enoiu zum Pfarrer.

Am 21. April 2002 wählte die Mitgliederversammlung den ersten Vorstand: sechs Vertreterinnen und Vertreter der Gläubigen, die zusammen mit dem Pfarrer beauftragt wurden, Statuten für die Kirchgemeinde auszuarbeiten und sie zu verwalten.

Da sich die Kirchgemeinde selbst finanzieren muss, beschloss der Vorstand in seiner Sitzung vom 18. Mai 2002 einen Jahresbeitrag für alle Mitglieder – wie es auch bei den anderen christlichen Konfessionen in der Schweiz üblich ist –, damit alle nötigen Ausgaben gedeckt werden können.

Seit der offiziellen Gründung wächst die Zahl der Gläubigen stetig; viele kommen von weit her (St. Gallen, Luzern, Basel, Olten, Aarau usw.) und zeigen so ihren Eifer für das Heilige und ihre Verbundenheit mit der Kirche ihrer Vorfahren.

Die Mitglieder der Kirchgemeinde sind jeden Alters, doch überwiegen junge Familien; das erklärt die grosse Zahl der bisher gefeierten Taufen.

Das Patronatsfest der Kirchgemeinde – das Fest des heiligen Nikolaus am 6. Dezember – und die grossen Feste der Christenheit sind für die Rumänen der Deutschschweiz echte geistliche Rastplätze und gesegnete Gelegenheiten zur Gemeinschaft bei den gemeinsamen Mahlzeiten (Agapen).

Möge der barmherzige Gott seine Gnade und seine reichen Gaben allezeit über die ganze Gemeinde ausgiessen.

Ikone des heiligen Nikolaus